Analyse und Optimierung der Produktionsglättung für by Andreas Tegel

By Andreas Tegel

Die Prinzipien des Toyota-Produktionssystems (kurz: TPS) erhielten in den vergangen Jahren vermehrt Beachtung in der Praxis. Viele Unternehmen, auch außerhalb der Automobilbranche, interessieren sich für die vermeintlich einfachen Vorgehensweisen zur Planung und Steuerung logistischer Abläufe und führen diese ein. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem TPS hingegen ist bisher mangelhaft. Zwar existieren Arbeiten die heuristische Ansätze zur Lösung einzelner Aspekte des TPS vorstellen, doch werden darin die Wechselwirkungen zwischen den Bestandteilen nicht betrachtet. Hier setzt die vorliegende Arbeit an und betrachtet die Wechselwirkung zwischen geglätteter Produktion und der Dimensionierung von Kanban-Regelkreisen sowie deren Auswirkung auf die Wartezeit der Kunden bzw. der zu erwartenden Liefererfüllung. Hierfür werden zunächst ein optimales Verfahren zur Erstellung geglätteter Produktionspläne sowie zahlreiche Ansätze zur Verbesserung dessen Laufzeit vorgestellt. Der so berechnete, geglättete Produktionsplan bestimmt den Zufluss in ein durch Kanban gesteuertes Fertigwarenlager, aus dem stochastisch schwankende Kundenbedarfe bedient werden. Im weiteren Verlauf der Arbeit werden neuartige analytische Verfahren vorgestellt, mit denen sich für diese Planungssituation die Wartezeit der Kunden bzw. der zu erwartende Servicegrad approximieren lassen. Ausführliche Simulationsstudien belegen die Genauigkeit der Approximationen. Durch diese Approximationen ist es erstmalig möglich, konkrete Hinweise zur Dimensionierung von Produktionskapazitäten und der Anzahl an Kanban in einer TPS-orientierten Umgebung zu geben. ​

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Zeitmanagement in der beruflichen Bildung: Jugendliche im Umgang mit zeitlichen Anforderungen der modernen Arbeitswelt

​Ausbildungs- und Arbeitsfähigkeit im modernen Berufsleben beinhalten elaborierte Fähigkeiten des Zeitmanagements. Für das berufliche Bestehen in der Dienstleistungsgesellschaft sind die traditionellen zeitlichen Tugenden wie Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit, welche die tayloristische Fabrikarbeit bestimmten, nicht mehr ausreichend.

Eine kontaktlose Alternative für das respiratorische Gating in der PET: Entwicklung eines Doppler-Radarsensors für die Positronen-Emissions-Tomographie

Thomas Ersepke entwickelt einen kontaktlosen Radarsensor, der eine vielversprechende substitute für die Respirationsmessung in der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) darstellt. In der puppy führen längere Aufnahmezeiten in Kombination mit der Atmung des Patienten zu einer Bewegungsunschärfe in den rekonstruierten Bilddaten.

Umwelt-Ratgeber BAU

Der Faktor Umwelt spielt in der Bau- und Immobilienwirtschaft eine wachsende Rolle. Sei es durch die Notwendigkeit umwelttechnischer Untersuchungen zur Klärung eines möglichen Altlastenverdachts, sei es durch kostenintensive Maßnahmen zur Sanierung von Gebäudeschadstoffen, sei es durch erhöhte Aufwendungen zur Entsorgung kontaminierter Erdmassen.

Kompetenzorientiertes Wissensmanagement: Gesteigerte Performance mit dem Erfahrungswissen aller Mitarbeiter

Die Autoren zeigen auf, warum Wissensmanagement „top-down“ im Regelfall nicht zum Erfolg führt. Sie erläutern, weshalb kompetenzorientiertes Wissensmanagement einen erweiterten Wissensbegriff benötigt, der auch Werte, Emotionen und Normen umfasst und nur „bottom-up“ erfolgen kann. Sie beschreiben die Integration des Wissensmanagements in kompetenzorientierte Lernprozesse und entwickeln Handlungsempfehlungen für den notwendigen Veränderungsprozess.

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Auf der anderen Seite wird in vielen Arbeiten nur die Gleichm¨aßigkeit der eingeplanten Endprodukte betrachtet. Boysen et al. (2007) fassen diese Arbeiten mit dem Begriff variantenorientiertes Level Scheduling zusammen. 125 Eine dritte Art der Betrachtung von Gleichm¨aßigkeit besteht darin, simultan die Endprodukt- und die Vorproduktbedarfe zu gl¨atten. Boysen et al. (2007) f¨ uhren dies nicht als eigenst¨andige Klasse auf. Da jedoch beispielsweise Miltenburg (2007) die gleichzeitige Gl¨attung von End- und Vorproduktbedarfen verfolgt und auch in Kapitel 3 der hier vorliegenden Arbeit die gemeinsame Betrachtung von End- und Vorprodukten vorgeschlagen wird, wird diese Mischvariante zwischen reinem material- und variantenorientierten Level Scheduling als dritte Alternative aufgef¨ uhrt.

B. Liker (2004) f¨ ur Beschreibungen mehrerer Praxisprojekte 72 vgl. Gottwald (2010) 73 vgl. Kistner und Steven (2001), S. 158 69 70 20 2. 74 Dies bedeutet, dass das gleiche Vor- oder Endprodukt nicht mehrmals nacheinander hergestellt wird. 75 Auch Liker (2007) versteht unter dem Einzelst¨ uckfluss eine Produktionslosgr¨oße von eins und betont außerdem, dass durch den Einzelst¨ uckfluss Flexibilit¨at geschaffen wird, da Bearbeitungsstationen nicht durch große Lose blockiert werden. Außerdem f¨ uhrt dieses Prinzip zu einer Verbesserung der Qualit¨at, da Fehler unmittelbar nach der Bearbeitung entdeckt werden k¨onnen.

In Kapitel 3 der vorliegenden Arbeit werden Hinweise und Erkl¨arungen dazu gegeben, wie diese Gewichte eingesetzt und bestimmt werden k¨onnen. Durch die vorgestellten Klassifikationsmerkmale l¨asst sich die Literatur zum Level Scheduling sehr gut gruppieren. Boysen et al. 131 Weitere Literatur¨ uberblicke finden sich bei Joo und Wilhelm (1993), die eine allgemeine Einordnung des Level Scheduling in den Kontext der JIT-Literatur vornehmen, sowie bei Kubiak (1993), der die vorhandene Literatur im Hinblick auf die mathematische Formulierung klassifiziert.

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